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Der Datenbrief

Der Datenbrief

Inspiriert durch einen Vortrag des Chaos Computer Congresses habe ich mich mit dem Datenbrief auseinandergesetzt. Die Forderungen waren im Rahmen des Rechtes auf digitale Intimsphäre folgende:

jährlicher Datenbrief

Infos zu Geschäftsforfällen wie Inkasso und Schufa

Auflistung sämtlicher Kontaktdaten

Auflistung der Firmen, an die die Kontaktdaten weitergeleitet wurden.

Somit habe ich drei Firmen kontaktiert, um die auskunftsfreudigkeit zu überprüfen. Das waren Reichelt Elektronik, GMX und der Weltbild-Verlag.

Als Basis nutzte ich folgenden Formbrief, den ich erstellte.

---cut---

%{meine_adresse}

Änderung meiner geschäftlichen Bedingungen

Sehr geehrte Geschäftspartner,

am 15. Dezember 1983 wurde ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes rechtskräftig, das erstmals

ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung garantierte. Auszugsweise heißt es dort: "Das

Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die

Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Einschränkungen dieses

Rechts auf "informationelle Selbstbestimmung" sind nur im überwiegenden Allgemeininteresse

zulässig."

Bezug nehmend auf dieses Urteil möchte ich gerne einen Überblick aller personenbezogenen Daten

der letzten zwei Jahre in Ihrer Firma erhalten. Dazu zählen Kontaktdaten, Geschäftsvorfälle,

Eintragungen bei der SCHUFA, und Namen und Kontaktdaten der Firmen, an die Sie eventuell die

Daten weiterverkauft oder anderweitig weitergegeben haben. Dies betrifft sowohl die Papier- als

auch die Digitalen Medien.

Des weiteren möchte ich gerne einen jährlichen Datenbrief erhalten, in dem obige Aufzählungen für

das jeweils letzte Jahr enthalten sind. Praktischerweise könnte dies zum Jahreswechsel geschehen.

Der Datenbrief kann per Email oder per Brief versandt werden.

Für künftige Datenerhebungen oder Datenweitergaben möchte ich gerne ein „Double Opt-In“, ein

Verfahren dass zweimal nachfragt, ob die Daten verarbeitet werden dürfen.

Sollten Sie mit diesen neuen Geschäftsbedingungen nicht einverstanden sein, so betrachten Sie

unsere Geschäftsbeziehungen als beendet. Dennoch sind sie auskunftsverpflichtet, und somit

zumindest für die Angaben der letzten 2 Jahre verpflichtet. Sollten Sie unsere Geschäftsbeziehung

beenden wollen, verfüge ich hiermit, sämtliche personenbezogenen digitalen Daten zu löschen. Die

Papiervariante darf gelagert werden, jedoch nur bis zum Ende der kaufmännischen Pflicht.

Dieses Dokument ist digital signiert mit dem PKCS #1 RSA Encryption Algoryrhmus.

Dieses Dokument wurde maschinell erstellt und digital unterschrieben. Die PKCS#1 sind

rechtskräftig und als Ersatz der handgeschriebenen Unterschrift zu sehen.

Mit freundlichem Gruß

Sascha Manns

--paste--

Das Dokument habe ich erstmal als *.odt an alle drei Kandidaten geschickt. GMX und Reichelt konnte damit nichts anfangen, und bat um ein anderes Format. Nachdem ich RTF verwendete gaben beide erstmal Ruhe.

Als erstes kam eine Reaktion von GMX. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, eine Email zu schreiben. Und es kam alles sauber rüber. Sie gaben die Kontaktdaten preis, und welche Geschäftsvorfälle waren. Auch das beauftragte Inkassobüro wurde aufgeschrieben. Somit sind wir da erstmal zufrieden.

Als nächstest kam eine Email der Rechnungsstelle von Reichelt, die sich informieren wollten, was ich überhaupt will? Sie haben den Brief nicht verstanden. Also habe ich es möglichst einfach nochmal erklärt. Dann kam eine Mail, die verlangte, dass ich das ganze per Brief beantragen soll.

Zuletzt kam ein Brief vom Weltbild Verlag, dafür aber gleich 2 Seiten, wo vor und Rückseite bedruckt ist. Und die Abteilung im Weltbild Verlag heißt "Datenschutz". War mir sehr angenehm. Zuerst kam die Kontaktadresse und die Kundennummer. Dann haben sie zwei Firmen hingeschrieben, an die Sie die Daten weitergegeben haben, mit Adresse und Ansprechpartner.

Dann kommen Screenshots von der Kundendatenbank: Kundendatenbank, Auftragsübersicht und die Debitorenübersicht. Zuletzt haben Sie empfohlen, mich auf die Robinsonliste zu setzen.

Somit bin ich mit dem Letzten am zufriedensten.

Alles in allem kann ich jedem nur empfehlen es ebenfalls auszuprobieren. Vielleicht kommen ja in Zukunft weitere Beiträge von anderen, und vielleicht können wir unsere Erfahrungen etwas austauschen.

Mehr Freie Musik...

Schickt uns für RadioTux@HoRadS und die verschiedenen Live-Sendungen Musik zu. Spielt DJ in unserem Programm. Einzige Voraussetzung, das Lied muss frei sein, d.h. GEMA-Frei bzw. unter einer Lizenz stehen wie bespielsweise einer der Creative Commons.

Wenn Ihr ein Stück gefunden habt schickt und doch einfach eine E-Mail an info@radiotux.de, twittert es an twitter.com/radiotux oder ladet es in unsere Soundcloud. Wir werden den Song dann mit in unsere Sendungen aufnehmen.

Freiheit statt Angst

Heute ab 14 Uhr findet in Berlin und mehreren anderen großen Städten der World Action Day Freedom not Fear statt. Dazu haben 117 Organisationen aufgerufen und es werden schätzungsweise 30.000 Demonstranten erwartet. Hoffen wir mal es sind wirklich mehr als die vor einem Jahr 15.000. Demo verläuft wieder vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor, wo die Abschlusskundgebung stattfinden soll. Am Abend gibt es dann noch eine After Demo Party bzw. mehrere wie z.B. im RAW Tempel, zu der Herr Schäuble ausdrücklich nicht eingeladen ist. Ich bin gerade auf dem Weg nach Berlin, denn RadioTux geht wieder mit Radio1984 auf Sendung. Viele RadioProjekte haben sich wieder zusammen getan und berichten Live aus Berlin und hoffentlich auch anderen Städten rund um den Globus.

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Hinter der Großen Firewall

Olympia ist in aller Munde und die Zensur die die Chinesiche Regierung betreibt. Das LinuxMagazin hat jetzt einen Artikel online gestellt mit dem man diese Firewall umgehen kann. Die Lösung OpenVPN.

Aber nicht nur OpenVPN wäre eine Lösung natürlich kann man auch einen SSH Tunnel etablieren und so die Firewall umgehen. Alles in Allem zeigt das mal wieder das man nur genug KnowHow haben muss um solche Filter zu umgehen. Vielleicht haben das ja auch die Journalisten vor Ort oder Ihre Redaktionen sind gut genug vorbereitet damit Sie unabhändig berichten können....

Bahncard 100

Ja endlich ist die Bahncard bei mir angekommen. Das teure Stück. Jetzt kann ich 1 Jahr lang kreuz und quer durch die Gegend fahren und muss mich nicht mehr darum kümmern vorher eine Fahrkarte zu besorgen. Einfach einsteigen und los. Das ist schon praktisch und man hat noch einige an anderen Vorteilen gegenüber "normalen" Bahnfahren. Aber warum jetzt dieser Post eigentlich? In der Bahncard 100 steckt ein RFID Chip. Das war mir durch vorherige Recherchen schon bewusst daher kommt die Karte bei mir gleich auch neben meinen Studiausweis und einigen Vistenkarten in eine Schutzhülle. Erstaut war ich jedoch dass in dem schick aufgemachten, schwarzen Begleitheft dass ich mit der Bahncard erhielt detailiert auf den RFID Chip eingegangen wurde. So ist dort zu lesen dass der Chip für Carsharing benutzt wird und RFID benutz, dass auf dem Chip keine persönlichen Daten gespeichert sind sondern eine Berechtigungsnummer zur Identifikation des Chips. Außerdem wird darauf hingewiesen dass der Chip nur aktiviert ist wenn man am Carsharing teilnimmt und dass jeder dies selbst entscheiden kann. Nungut in wieweit das stimmt sei nun mal dahin gestellt. Der Chip lässt sich sicher nicht einfach so mal aktivieren und deaktivieren wenn er mal eingebaut ist. Aber trotzdem gut dass mittlerweile explizit darauf hingewiesen wird. Dies sollte jetzt nur noch gleich vor dem Kauf geschehen und nicht erst wenn ich die Karte schon in den Händen halte. Daher kommt dass Ding besser doch in eine Schutzhülle.....

Free Software Foundation warnt vor IPhone 3G

Die Free Software Foundation rät dazu, das von Apple jüngst auf den Markt gebrachte Smartphone iPhone 3G zu meiden. Das Iphone blockiere freie Software und öffnet der totalen Überwachung Tür&Tor. Durch den eingebauten GPS Empfänger ist es problemlos möglich den Standort des Iphone und somit des Besitzers zu orten. Das ist bisher zwar anhand der Verbindungsdaten im GSM Netz auch möglich, aber ....

"Die fünf wesentliche Gründe", schreibt John Sullivan, "wieso das Iphone freie Software blockiert und gefährdet..."

Hinzu kommen noch die Iphone Tarife, die alles andere als günstig sind. Closed Source, DRM, Begrenzung der Bandbreite bei übermäßigem Traffic - das sind alles Faktoren, die nicht wirklich für das Iphone 3G sprechen.

Quellen: Pro Linux und FSF

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