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Inside RadioTux #2 Senderechner im Mobilen Studio

Unser Mobiles Studio hat einige Komponenten drin. Immer mal wieder taucht die Frage auf welches System darin steckt und ob wir eine eigene Distribution verwenden. Daher wollen wir euch kurz unseren Senderechner und die wichtigsten Programme vorstellen.

Thomas Krenn Logo

Der 19“ Zoll 1HE Intel Atom Server mit SSD wurde uns von Thomas.Krenn gesponsert. Neben der 80GB SSD, auf dem das System liegt, ist auch eine normale 300 GB Festplatte verbaut, auf ihr liegt unser Musikarchiv und die Logfiles. Auf dem Server läuft zur Zeit ein Standard Kubuntu 10.04. Als Soundkarte kommt eine PCI-Soundkarte, die M-AUDIO DELTA AUDIOPHILE 2496, zum Einsatz. Der Einbau dieser Karte gestaltet sich jedoch sehr schwierig, da in dem Gehäuse nicht genug Platz war. Daher mussten wir einen Teil heraus sägen.

geöffneter Senderechner

Wir haben uns für diese einfach und billige Soundkarte entscheiden, da das abgehangene Technologie ist und gut unter Linux funktioniert. Daneben war die Anforderung sowohl digitale als auch analog Eingänge zu haben. Als weitere Möglichkeit wäre eine USB Soundkarte in Betracht gekommen. Profi-Soundkarten mit USB und Digitalen Eingängen sind jedoch mehrere hundert oder gar tausend Euro teuer. Außerdem konnte keiner der Hersteller sicher sagen dass die Soundkarten unter Linux sauber funktionieren. Daher sind wir auf die billige Lösung gekommen.

Das Schwierigste bei der Soundkarte ist die entsprechende Alsa-Konfiguration. Alsa konfiguriert die Audiophile 2496 (und viele andere professionelle Soundkarten auch) standardmäßig mit 48kHz. Wir wollen aber 44,1 kHz (CD-Qualität) benutzen. Wenn Mischpult und Soundkarte unterschiedliche Einstellungen haben dann klingen die Aufnahmen zu schnell oder zu langsam. Dazu muss die /usr/share/alsa/alsa.conf bearbeitet werden. Es muss der Wert: defaults.pcm.dmix.rate auf 44100 gesetzt werden. Außerdem muss die /etc/asound.conf bzw. ~/.asound.rc erstellt und angepasst werden. Danach muss alsa neu gestartet werden.

Die Distribution spielt kaum eine Rolle. Es hätte ebenso gut Archlinux, openSUSE oder eine andere Distribution sein können. Wir benutzen nur wenige Programme. Die Soundkarte ist mit dem Mischpult sowohl analog, als auch digital verbunden. So können Audiodateien abgespielt werden, diese gehen ins Mischpult und werden wiederum in die Soundkarte gespeist. Der gemixte Sound wird dann von einem Programm encodiert und zum Icecast geschickt. Wir verwenden dafür das Programm darkice. Es codiert den Stream in Ogg Vorbis und *.mp3 und zeichnet die MP3-Datei lokal auf. Es wären aber auch ices oder ezstream für diesen Einsatz denkbar.

Blick auf das aufgebaute Mobile Studio

Die Konfiguration ist noch nicht ideal. So soll noch ein Realtime Kernel zum Einsatz kommen. Außerdem soll noch der Soundserver Jack benutzt werden. Zur Zeit läuft die komplette Einrichtung über alsa und das darauf aufsetzende envy24control, was jedoch nicht ganz einfach zu verstehen ist und einige Limitierungen hat.

Musik spielen wir über Amarok ab. Hier soll in Zukunft aber der Music Player Daemon (MPD) zum Einsatz kommen. An den Server wird ein Monitor über VGA-Kabel angeschlossen. Über diesen wird die Musik gesteuert und der IRC Chat läuft darauf. Sobald MPD eingerichtet ist muss kein Monitor mehr angeschlossen werden. Denkbar ist auch über ein Midikabel zwischen Soundkarte und Mischpult bestimmte Befehle auf dem Server aufführen zu lassen. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.

Ihr seht unser Senderechner ist kein Hexenwerk. Für die Produktion unserer Podcasts und das Live-Streaming ist er schon gut geeignet. Es sind jedoch noch viele Wünsche offen um ihn noch komfortabler zu machen und den Nutzen weiter zu erhöhen.

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Eine Soundkarte einbauen in einen Motherboardsteckplatz | RSS Verzeichnis am :

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