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Piratenpad offline: Das Problem mit den Fremddiensten oder doch selber hosten?

Irgendwie schlagen ja zwei Herzen in meiner Brust. Auf einen Seite ists toll, dass es soviele Dienste im Internet gibt die man verwenden kann und die einem das Leben vereinfachen können. Man muss sich einfach nicht drum kümmern. Auf der anderen Seite bin ich ein Freund von Selberhosten. Die Daten selbst unter Kontrolle haben und wenn der Dienst offline ist auch selbst schuld zu sein. Also nicht von Anderen abhängig zu sein.

Piratenpad offline

Jetzt hat dieses abhängig sein, weil man doch zu bequem ist alles selbst zu machen, wieder zugeschlagen. Das Etherpad der Piratenpartei Deutschland ist gerade offline, weil es scheinbar dafür missbraucht wurde Kinderpornografie zu verbreiten. Das ist natürlich ein ernstes Thema und es ist meiner Meinung nach auch richtig gewesen den Server erst mal offline zu nehmen, aber es hinterlässt ein Problem bei allen die das Piratenpad produktiv nutzen.

Hilfe die Daten sind unzugänglich...

Wir benutzen das Piratenpad zur Zeit für unsere Talk-Sendung. Wir planen die Sendung darin und während der Sendung wird das Pad um die Links und Themen ergänzt die wir besprechen. Am Tag nach der Sendung schnappe ich mir dann die Notizen und erstelle den Blogbeitrag daraus. Tja und wenn das Pad nun offline ist? Blöd. Sehr blöd. Eigentlich muss man dann sagen es gibt keine Sendung oder zumindest keinen Blogeintrag mit Shownotes dazu. Ich war richtig verärgert heute morgen. Man verlässt sich drauf dass alles wie immer funktioniert und natürlich hat man kein Backup gemacht. Wozu auch? Es geht schließlich immer. Aber gerade dann nicht wenn man es braucht. Jeder andere Tag wäre mir persönlich ja egal, aber doch nicht Donnerstag Abend oder Freitag morgen. Verdammt. Diesmal konnte ich mich noch retten. Ein offenes Tab von gestern Abend. Leider nervt das blöde Javascript und schaltet das Pad offline und man kommt an die Daten nicht mehr ran. Nur im Quellcode in einem CDATA-Element stand noch alles drin. Puh. So konnte die Sendung dann doch wie geplant heute morgen online gehen. Zurück bleibt das Gefühl doch wieder mehr aufzupassen welche Dienste man benutzt. Wenn dann doch wenigstens an die Backups zu denken.

Alle möglichen verfügbaren Dienste nutzen um einen das Leben einfach zu machen? Oder doch alles selbst hosten damit man alles selbst in der Hand hat? Was meint ihr dazu?

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Kommentare

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Maik Wöhl am :

Hallo Ingo,

das Piratenpad stellt jetzt auf Etherpad Lite um. Gobby ist auch eine tolle Alternative.

Ich werde es zuhause austesten und dir als bald möglich von meinen Erfahrungen berichten.

Maik

Maik Wöhl am :

Es hat geklappt!

Ich habe Ubuntu 11.10 benutzt und einfach gobby und sobby installiert. sobby ist der Server.

Nach der Installation von Sobby läuft der Server direkt ohne Einstellung. Danach nur den Port 6522 öffnen. Oder anderen wählen.

Fertig! Frisst nicht viel Speicher und kann das gleiche wie Etherpad.

Außerdem muss er nicht immer laufen.

Tolle und vor allem ressourcensparende alternative.

Awesome!

Maik

Maltris am :

So kompliziert sieht das doch gar nicht aus: http://code.google.com/p/etherpad/wiki/Instructions

Selbst hsoten ist die beste Möglichkeit. Gerade bei sowas.

Dirk Deimeke am :

@Ingo: Etherpad Lite wäre eine sehr gute Möglichkeit, da gebe ich Dir Recht.

Leszek am :

Mit Kobby gibts sogar ne Plattformübergreifende KDE Version: http://gitorious.org/kobby

Poapfel am :

There is a script for that http://stascheck.de/blog/2011/11/etherpad-export-script/

Sven am :

Danke für das Backupscript und den Tipp mit gobby/sobby! :-)

Zu etherpad Lite hatte ich schonmal hier in den Kommentaren geschrieben, dass ich kaum Probleme bei Einrichtung & Einsatz hatte. Man sollte allerdings in der Config auf Mysql umstellen, denn bei der sqllite-Variante wurde bei mir schonmal ein Pad als leer erkannt, obwohl dort schon getextet wurde und die Einträge in der db-Datei vorhanden waren.

Dirk Deimeke am :

Du kennst meine Meinung zu dem Thema.

Etherpad selber zu hosten, ist nicht ganz so einfach und aufgrund des Resourcenbedarfs liesse sich sogar ein eigener Server denken. Es gibt aber dafür eine gute Alternative, die leider einen eigenen Client mitbringt: Gobby mit Serverkomponente Sobby.

Ingo Ebel am :

Ja Gobby ist nett. Hatten wir auch mal ein Interview mit einem der Entwickler: http://blog.radiotux.de/2009/11/06/radiotuxhorads-81/

ab Minute 37

Auch wenn ich Etherpad auch nicht selbst hosten würde aber Etherpad Light wäre eine Möglichkeit.

linux4ever am :

Hmm, das mit der Backup API hört sich seeeeehr gut an, ist aber, fürchte ich eine Utopie. Schaut doch mal, wie ewig es alleine gedauert hat ein gemeinsames Handy-Ladekabel in EUROPA (und Server stehen nicht nur in Europa) einzuführen.

Meine Meinung: Selber hosten, was mit geringem Aufwand möglich ist und bei größeren Sachen abwägen wie viel Sicherheit man braucht und was diese einem an Zeitaufwand und vielleicht auch Kosten wert ist.

tommy am :

Vielleicht sollte man dafür eintreten, dass Dienste eine Backup API anbieten. Auf diese Weise ist es möglich in den schon bestehenden Backup-Workflow seiner Daten auch diese zu integrieren, die bei Drittanbietern liegen. Auf dieser Schnittstelle kann man ebenfalls gleich erkennen, was denn alles an Daten mit seinem Account verknüpft ist (lesend via Backup API).

Am besten natürlich: Alles coole selbst hosten && || Dienste in ownCloud integrieren

Grüße

Tommy

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